IKEA Hack: Aus Hemnes Bett wird Polsterbett | SELFMADE INTERIOR
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Bett Makeover Ikea Hemnes

IKEA Hack: Aus Hemnes Bett wird Polsterbett

Nachdem ich euch in meinem letzten Beitrag gezeigt habe, wie ich die IKEA TARVA Kommode aufgewertet habe, war mir nun unser Bett auch ein Dorn im Auge. Eigentlich wollte ich schon immer ein Boxspringbett haben oder zumindest ein Polsterbett, aber preislich sind die echt nicht ohne und grundsätzlich war unser Bett ja auch okay, nur die Optik störte mich, aber das sollte ja das kleinste Problem sein. Da wir beide in der Woche Vollzeit arbeiten, konnten wir immer nur an den Wochenenden am dem Makeover arbeiten. Aus diesem Grund hat sich das Projekt über zwei Wochen hinweg gezogen. Nach wochenlangem (nicht) Schlafen auf einer Matratze und zahlreichen Verspannungen, bin ich dennoch mehr als froh euch das Ergebnis meines letzten Projektes zu präsentieren.

Erst einmal der Status-Quo vor der Schönheits-Op:

Makeover bett vorher

Bevor wir also mit dem Makeover starten konnten, musste erstmal ein Masterplan her. Ideen sammeln, Skizzen erstellen, benötigte Materialien sammeln usw. ihr kennt ja das Spiel. Gesagt, getan!

Materialien
– 140 x 200 cm Hemnes Bett
Schaumstoffplatte
Polsterwatte / Vlieswatte
Möbelstoff
Ziernägel
Möbelfüße
– ca. 5-7 mm dünne MD-Platten
– Schrauben

Werkzeuge
– Hammer
– Schraubendreher
Akkuschrauber
(Elektro-)Tacker*
– Tackerklammern
Sprühkleber
– Cuttermesser

*wir haben zuerst einen manuellen Tacker benutzt, dieser hatte sehr schnell den Geist aufgegeben, daher haben wir uns dann einen Akkutacker besorgt

Schritt 1

Unser Masterplan war es also das gesamte Bett zu polstern, doch bevor wir direkt loslegen konnten, mussten erst einmal einige Anpassungen vorgenommen werden. Sowohl an Kopf- und auch Fußteil ist eine Art Bordüre befestigt, diese haben wir entfernt, da diese an den Seiten sonst abstünden (ihr werdet im späteren Verlauf noch sehen/verstehen worauf ich hinaus will). Am Kopfteil funktionierte das ohne Probleme, am Fußteil musste jedoch etwas mehr Kraft her und ggf. auch Helferlein, wie z.B. ein Hammer.

Schritt 2

Da die Seitenbalken auch jeweils etwas hervorgeragt haben, wurden die MDF-Platten direkt dazwischen angebracht. Diese haben wir im Voraus im Baumarkt gekauft und auch gleich zuschneiden lassen. Für unser 140cm breite Bett haben wir je 2 Platten (1) für das Kopfteil mit den Maßen 137 x 80 x 0,6 und (2) für das Fußteil 137 x 43,5 x 0,6 (B/H/T) benutzt. Bei dem Fußteil müsst ihr für die innere Platte eine Aussparung sägen, da ihr sonst Probleme mit dem Mittelbalken bekommt. Übrigens lassen sich die Platten ganz easy mit ein Paar Schrauben und einem Akkuschrauber befestigen, da sie relativ dünn sind.


Schritt 3

Im nächsten Schritt haben wir das Bett komplett auseinander gebaut und und jeweils an Kopf- und Fußteil markiert, wie viel Fläche die Schaumstoffplatte einnehmen soll. Ich wollte unbedingt einen „Rahmen“ lassen und aus diesem Grund haben wir die Schaumstoffplatte nicht auf die gesamte Fläche zugeschnitten. Wir haben uns für eine Rahmenbreite von ca. 6,8 cm entschieden.
Tipp: Schaumstoffplatte vorher für einige Stunden ausrollen und „atmen“ lassen, dann ist die Form so wie sie sein soll. Wir haben es leider vergessen, aber mit ziehen und kneten hat es auch irgendwie funktioniert.


Schritt 4

Nun muss die Schaumstoffplatte entsprechend der im Vorfeld gesetzten Markierungen und Abmessungen zugeschnitten werden. Am besten schneidet ihr großzügig, dann kann man nachträglich nachbessern. Die Platte lässt sich sehr gut mit einem scharfen Cuttermesser schneiden. Bevor ihr die Platte anbringt, vorher überprüfen, ob sie in etwa mit eurer Markierung übereinstimmt (es muss nicht auf den Millimeter genau sein). Als nächstes könnt ihr auch schon den Sprühkleber auf die Fläche sprühen und die Platte auflegen, dabei an allen Seiten festdrücken ggf. sprüht ihr dabei an den Ecken etwas nach. Wieder einige Zeit trocknen lassen, bevor ihr mit dem nächsten Schritt vortfahrt. Außerdem haben wir die Füße mit einer Stichsäge abgesägt, da diese nicht mehr zum Bett gepasst hätten.

Schritt 5

Nun schneidet ihr die Polsterwatte zu und umwickelt das Fußteil damit (was ohne Füße viel leichter umsetzbar ist) . Wir haben die beiden Enden der Watte am Innenteil zusammengeführt und rangetackert, weil das die Stelle ist, die nicht direkt sichtbar ist. Darauf achten, dass ihr euch die Löcher, wo später Schrauben oder Holzdübel reinkommen, markiert. Das erleichtert euch das Zusammenbauen enorm.


Die Linie der Tackernadeln verläuft parallel mit der Metallschienenaufhängung. Da diese von der Matratze verdeckt wird, ist das der ideale Platz dafür. Die Seiten haben wir umgeklappt und auch getackert. Überschüssiges Material einfach wegschneiden. Dann das Fußteil einmal wenden und entlang der Außenkante, der darunter liegenden Schaumstoffplatte, tackern. Somit entsteht der bereits erwähnte Rahmen. Nachdem das Fußteil geschafft ist, kommt das Kopfteil dran. Die Prozedur ist nahezu identisch, nur das wir uns für die Rückseite nicht so viel Mühe gegeben haben, weil diese im besten Fall niemand sehen wird :P.


Schritt 6

Als nächstes haben wir die Seitenteile mit der Polsterwatte ummantelt und danach kam auch schon der Stoff zum Einsatz. Hier haben wir auch direkt mit den Seitenteilen gestartet, um ein Gefühl mit der Handhabung des Stoffes zu bekommen. Bei den Seitenteilen muss in inneren Teil der Mittelteil frei bleiben, weil da später wieder die Schienen angebracht werden auf die das Lattenrost gelegt wird.


Jetzt hieß es auch Kopf- und Fußteil mit Stoff zu bedecken, was sich als wirklich nervenaufreibende Angelegenheit herausgestellt hat. Wir mussten herausfinden, wann der Stoff zu lasch und wann zu straff gezogen wurde, aber irgendwann hat man den Dreh raus.

Bei dem Kopfteil, ging es noch relativ easy, da es zum Schluss nur eine sichtbare Seite geben wird. Wir haben zuerst den Stoff grob zugeschnitten, das Kopfteil mittig aufgelegt und dann erst einmal durch zusammenfalten hin und her probiert, bis wir uns endgültig rangetraut haben. Im nächsten Schritt haben wir jeweils in den oberen Ecken ein Viereck ausgeschnitten, damit der Stoff nicht zu viele Falten schlägt an der Stelle. Dann haben wir jeweils die rechte und linke Seite umgeschlagen und festgetackert, danach die obere Seite. Achtet darauf, dass es in den Ecken an beiden Seiten ähnelt und schön symmetrisch aussieht.


Das selbe Spiel dann nochmal beim Fußteil. Zuerst die rechte und linke Seite umklappen und festtackern. Anders als beim Kopfteil, haben wir beim Fußteil zuerst die untere Seite umgeklappt und dann die obere Seite. Auch hier wieder darauf achten, dass die Ecken „schön“ werden. Ganz wichtig übrigens, Löcher für die späteren Schrauben machen, damit das Bett auch wieder zusammengebaut werden kann. Sowohl am Fuß- und Kopfteil darauf achten.


Schritt 7
Nachdem nun alles mit Stoff bezogen wurde, sämtliche Löcher für Schrauben, Holzdübel und andere Befestigungen freigemacht wurden, geht’s in die letzten Züge. Wie bereits erwähnt, habe ich am Kopf- und Fußteil einen Rahmen gelassen, der nicht bepolstert wurde. Diesen wollte ich einmal Komplett ringsum mit Ziernägeln verzieren, habe aber früh gemerkt, dass ich nie zu 100% eine gerade Linie schaffe. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, jeweils nur die Ecken zu verzieren und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Ich habe zuerst jeweils oben und unten die Abstände zum Rand gemessen und dann je einen Ziernagel reingehämmert, aber nicht bis zum Abschlag. Dann habe ich ein Maßband darunter geklemmt, der euch 1. als Orientierungslinie dient und 2. ihr so direkt die Zwischenabstände messen könnt. Ich habe mich für 1,5 cm entschieden. Nachdem das erledigt war, konnte das Bett ENDLICH zusammengebaut werden.

Schritt 8
Ich hatte mich noch nie so sehr auf Möbel zusammenbauen gefreut wie in diesem Moment. Nicht nur weil es das Ende schlafloser Nächte bedeutete, sondern weil ich unendlich gespannt war, wie es im Endergebnis aussehen würde.
Nachdem ihr also das Bett zusammengebaut habt, müssen auch die neuen Füße montiert werden. Diese habe ich im Vorfeld dunkel lasiert. Wie man auf dem Bild erkennen kann, passen die Befestigungsplatten nicht wie angegossen und stehen sogar etwas drüber. Das haben wir aber in Kauf genommen und mit einer Schraube weniger montiert. Jetzt hieß es Bett aufrichten, Lattenrost und Matratze einlegen und Gesamtwerk bewundern.


Als abschließende Worte kann ich nur sagen, dass ich froh bin dieses Mammutprojekt in Angriff genommen zu haben. Wir sind super happy mit dem Endergebnis und das Beste ist, man kann sich nun anlehnen, wenn man vor dem Schlafengehen noch ein bisschen lesen möchte.
Ich hoffe ihr hattet Freude beim Lesen meines Beitrages und seid jetzt super motiviert euer eigenes Bett umzugestalten.

4 Comments
  • Zarah
    Posted at 09:31h, 28 März Antworten

    Das Bett ist wirklich super schön geworden, gefällt mir sehr gut 🙂 Weiter so!

  • O. E.
    Posted at 21:18h, 29 März Antworten

    Wow, nice.

  • Lisa
    Posted at 16:32h, 04 Oktober Antworten

    Ich bin auf der Suche nach Inspirationen für mein olles Hemnes und muss sagen, was Ihr daraus gemacht habt ist wirklich toll 😀 Und ich hoffe es hält auch noch einige Zeit gut. Was ich aber aus irgendeinem Grund am besten fand, ist Euer Hammer mit Panzertape 😀

    • Daria
      Posted at 23:30h, 07 Oktober Antworten

      Hallo Lisa, es freut mich zu hören, dass dir mein Beitrag gefallen hat. Und vor allem der Hammer xD. Bisher hat unser Bett gehalten, ich hoffe sehr, das bleibt noch so :).
      Ganz liebe Grüße
      Daria

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